Warum ich meine Samsung Gear S3 wieder verkauft habe

Die Samsung Gear S3 ist eine tolle Smartwatch mit vielen Funktionen. Auch die problemlose Anbindung an mein Samsung Mobiltelefon hat mir sehr gut gefallen. Viele Infos zu den positiven Dingen findest du hier in meinem Review.

Es gibt aber auch einige Punkte, die mir nicht so gut gefallen haben und aufgrund derer ich letztendlich meine Samsung Gear S3 nach gut einem Jahr wieder verkauft habe.

  1. Der Pulsmesser ist einfach schlecht
    Als ich meine Gear S3 bekommen habe, konnte sie „nur“ maximal alle 10 Minuten den Puls messen. Per Softwareupdate wurde das dann auf „kontinuierlich“ geändert. Die gemessenen Pulswerte kamen mir jedoch oft einigermaßen komisch vor. Wenn der Arm in Ruhe ist und die Uhr ein einer günstigen Position am Arm ist, sind die Werte ganz gut. So ist es auch für die Funktion „alle 10 Minuten“ vorgesehen: Die Uhr misst nur dann, wenn der Arm sich in Ruhe befindet. Wahrscheinlich ist die Hardware dafür ausgelegt. Bei meinem vorigen und folgenden Pulsmesser gibt es z.B. eine kleine Erhöhung auf der Rückseite, damit der Pulsmesser (die grünen Dioden) einen besseren Kontakt zum Arm hat. Diese Erhöhung fehlt bei der Samsung.
    Noch schlimmer war es beim Sport. Eine Reihe von Sportarten, die man auf der Samsung Gear S3 einstellen kann, ermöglichen eine kontinuierliche Messung des Pulses. Auf dem Ellipsentrainer gibt es auch noch eine Pulsmessung des Sportgerätes im Fitnessstudio. Das die annähernd gleiche Werte angezeigt haben, habe ich praktisch nie erlebt. Gerne mal eine Abweichung von 20 Schlägen pro Minute und meine manuelle Überprüfung ergab, dass das Ergometer des Fitnessstudios richtig lag. 20 Schläge Abweichung ist einfach zu viel, finde ich. Noch schlimmer war es – und das war leider kein Einzelfall – wenn beim Joggen oder ebenfalls auf dem Ergometer mein Puls bei 140 war, die Samsung Gear aber einen Puls von 70 angezeigt hat. Sie hat also nur jeden 2. Schlag gezählt. Geht gar nicht, finde ich.Was nützt ein Pulsmesser, wenn die Werte nicht stimmen?

    Aus meiner Sicht ist es besser, keine Messung zu haben als eine falsche Messung.

  2. Nicht alle Benachrichtigungen abschaltbar
    Wenn ich arbeite, arbeite ich. Und da gibt es Phasen, in denen ich konzentriert arbeiten will um möglichst produktiv zu sein. Dann schalte ich alle Ablenkungen aus: Telefon, Messenger, E-Mail, Klingen, Besucher. Einfach alles. Plötzlich vibriert die S3: „Der Akku des Telefons ist fast leer. Bitte laden Sie den Akku auf.“
    Ich hatte doch alle Benachrichtigungen abgestellt über die App. Ansonsten vibriert die S3 noch viel öfter: Bewegungserinnerungen, eingehende SMS und Whatsapp und Anrufe usw. usw. Manchmal ist das praktisch und ja auch eine Funktion, die man haben will. Aber ich will halt auch alles abstellen können. Vielleicht wurde das mittlerweile per Softwareupdate behoben, aber mir ging es schwer auf den Keks.
  3. Keine Anbindung an Google Assistent.
    S-Voice ist eine Katastrophe. Versteht einfache Dinge falsch und macht, was es will. Wenn ich dagegen Google Assistent auf dem Handy sage „OK Google, stelle einen Timer auf 10 Minuten.“, oder „OK Google, Erinnerung um 18 Uhr“, ist die Erkennungsquote über 95 %. Mit der Uhr habe ich teilweise entnervt aufgegeben und dann einfach einen Timer manuell eingestellt.
  4. Akku zu schnell leer
    Täglich aufladen ist sinnvoll. Zumindest, wenn man die „Display always on“ Funktion nutzen will. Und das, obwohl ich GPS immer ausgeschaltet hatte. Das geht zwar, bedingt aber auch, dass man die Ladestation ständig mit sich rumschleppen muss, auch bei 2-tägigen Dienstreisen. Und wenn man so wie ich viel unterwegs ist, nervt das. Wenn der Uhr am zweiten Tag nachmittags der Saft ausgeht, nervt das aber auch. Wie sehr das nervt habe ich erst richtig gemerkt, seit ich meinen neuen Fitness-Tracker (fitbit Charge 2) habe. Der Akku hält locker 5 Tage. Sehr entspannt.

Leave A Response

* Denotes Required Field